„Früh-Schluss-Aktion“ bei KS Gleitlager und Meyer Werft

Zweiter Warnstreiktag im Emsland

(12.03.2021) Am zweiten Tag der Warnstreikwelle legten Kolleginnen und Kollegen der Meyer Werft und von KS Gleitlager ihre Arbeit eine Stunde früher nieder.

Papenburg. Am zweiten Tag der Warnstreikwelle in der Region demonstrierten in Papenburg die Metallerinnen und Metaller von KS Gleitlager und der Meyer Werft für ihre Forderungen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Die Corona Pandemie trifft die Unternehmen in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Deshalb geht es in dieser Tarifrunde um ein Paket aus Beschäftigungssicherung, Entgeltstabilisierung und Zukunftsgestaltung.

Bei KS Gleitlager nahmen rund 300 Beschäftigte am Warnstreik teil und beendeten ihre jeweilige Schicht eine Stunde früher. Frank Schlereth, Sprecher der Vertrauensleute und Mitglied der Tarifkommission, betont angesichts des Strukturwandels durch Transformation in der Automobilindustrie die Notwendigkeit von verbindlichen tariflichen Gestaltungsmodulen: „Die Kolleginnen und Kollegen stehen klar hinter den Tarifforderungen. Wir brauchen jetzt sichere Arbeitsplätze, klare Zukunftsperspektiven und stabile Einkommen.“



Für die Metallerinnen und Metaller der Meyer Werft sind die Tarifforderungen zur Beschäftigungssicherung und tarifliche Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge besonders wichtig. Deshalb nahmen bereits bis zum frühen Nachmittag rund 1300 Beschäftigte am Warnstreik teil und beendeten ihren Arbeitstag eine Stunde früher. Betriebsrat und Vertrauensmann Gerd Sprenkel erwartet in der Spätschicht noch weitere 300 Teilnehmer an der Aktion Früh-Schluss. Für Sprenkel geht es auf der Werft um den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätzen mit Tarifbindung und mit Betriebsratsstrukturen. „In vielen Bereichen ist derzeit noch soviel zu tun, dass zusätzlich zu Meyer Werft Beschäftigten weitere Arbeit von Subunternehmen übernommen wird. Solange unsere Arbeit noch an Dritte vergeben wird, brauchen wir hier nicht über Entlassungen zu sprechen“, das sei laut Sprenkel eine klare Forderung der Vertrauensleute. Deshalb sei es auch richtig und notwendig, dass die Ausgestaltung von Beschäftigungssicherung und Zukunftstarifverträgen ein Hauptthema der bundesweiten Tarifrunde der Metallindustrie sei.

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