Delegationen demonstrieren für die Tarifforderungen

Tarifaktionen bei LEDA-WERK

(01.03.2021) Delegationen aus den tarifgebundenen Betrieben der IG Metall Leer-Papenburg (KS-Gleitlager, Meyer-Werft und LEDA) haben vor den LEDA-Werken eine Kundgebung abgehalten.

In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie gibt es bisher kein Angebot der Arbeitgeberseite. Weder bei den Forderungen der IG Metall nach Beschäftigungssicherung und einen Gestaltungsrahmen für Zukunftstarifverträge noch bei der Entgeltforderung gibt es Bewegung. Die Friedenspflicht ist seit dem 1. März 2021 vorbei; deshalb beginnen nun die ersten Warnstreiks. Auch in Ostfriesland und im Emsland sind die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben nicht mehr bereit, nur noch zu verzichten.

Deshalb fand am 1. März eine Kundgebung vor dem Leda-Werk in Leer statt. Schließlich ist der geschäftsführende Gesellschafter, Folkmar Ukena, Präsident von Nordmetall. Kolleginnen und Kollegen von tarifgebundenen Unternehmen wie KS Gleitlager in Papenburg und der Meyer Werft unterstützten die Kundgebung vor dem Leda-Werk Corona bedingt mit einer Delegation. Solidarische Unterstützung gab es durch die Kollegen von Coats Opti.


Als Verhandlungsführer der IG Metall im Bezirk Küste berichtete Daniel Friedrich, Bezirksleiter, von dem „mauernden“ Verhalten der Arbeitgeberseite. Es sei nicht mehr hinnehmbar mit welcher Deutlichkeit die Arbeitgeber die Corona-Krise dazu missbräuchten, ihre Forderungen durchzusetzen. Die Lage sei in vielen Betrieben trotz Corona nicht so schlecht, deshalb gebe es bei den meisten Unternehmen keinen Grund für eine derartige Verweigerungshaltung.

„Kurzarbeit, unbezahlte Arbeitszeitabsenkung und Belegschaftsbeiträge aufgrund von Ergänzungstarifverträgen, haben bei vielen Beschäftigten zu Entgelteinbußen geführt. Die Familien brauchen gerade jetzt höhere Löhne und mehr verfügbares Einkommen“, so Friedrich. Mehr Einkommen bedeute auch mehr Kaufkraft, dies stärke am Ende auch die Wirtschaft.

Auch für Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Leer-Papenburg, ist das Verhalten der Arbeitgeberseite nicht nachvollziehbar. „Die Beschäftigten gehen jeden Tag an ihre Grenzen, damit die Betriebe auch unter Pandemiebedingungen weiter funktionieren. Flexibilität, kurzfristige Schichtausfälle oder Mehrarbeit, Infektionsrisiken auf dem Arbeitsweg und im Betrieb, zusätzliche Belastungen durch Masken, Doppelbelastungen durch mobiles Arbeiten, Homeoffice und Kinderbetreuung und viele weitere Anforderungen verlangen im Alltag den Kolleginnen und Kollegen seit Monaten viel ab. Dieses einfach zu ignorieren ist unverschämt“, so Gelder. Die Beschäftigten verdienten Anerkennung, Sicherheit und Respekt!





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FAQ zur Tarifrunde 2020/21

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